130 000 Euro pro Jahr für die Drostei

Hamburger Abendblatt - Pinneberger Zeitung 19.2.09

Kulturvertrag: Kreis Pinneberg schreibt Sockelbetrag bis 2013 fest
130 000 Euro pro Jahr für die Drostei
Geschäftsführer Stefan Dupke weiß jetzt, womit er rechnen kann. Für besondere Projekte darf er wie alle Kulturschaffenden Zuschüsse beantragen.
Pinneberg - Mit der Unterzeichnung eines neuen Budgetvertrages über 130 000 Euro pro Jahr ist die Zukunft des Kreiskulturzentrums Drostei zumindest für fünf Jahre gesichert. Wolfgang Grimme als Vorsitzender der Stiftung Landdrostei und Michael Hirsekorn als stellvertretender Landrat besiegelten den Vertrag gestern in der Drostei. Zwar hat sich der feste Zuschuss der Drostei aus der Kreiskasse um 74 000 Euro reduziert, dafür kommen jedoch Betriebskosten, jährlich 20 000 bis 30 000 Euro, sowie Pachteinnahmen in ähnlicher Höhe dazu.

Zudem profitiere die Drostei vom 250 000 Euro großen allgemeinen "Kultur-Topf" des Kreises und mit 21 000 Euro an den sogenannten Leuchtturmprojekten, so Kulturausschussvorsitzende Kerstin Seyfert (CDU). Dazu gehören neben der Drostei das Barlach-Museum Wedel, das Torhaus Elmshorn und das Museum Langes Tannen Uetersen. Das erste Leuchtturm-Projekt startet am 15. März, wenn die von Heike Stockhaus (Barlach-Museum) und Drostei-Geschäftsführer Stefan Dupke konzipierte Ausstellung "Made in Turkey" eröffnet wird.

Erfreut über den neuen Vertrag zeigte sich auch Niels Jonas, Vorstandsmitglied des Fördervereins Landdrostei. Er dankte den vielen Bürgern, die sich in den vergangenen Jahren nachdrücklich für den Fortbestand des Kreiskulturzentrums eingesetzt hätten. Letztlich sei dieses große Engagement richtungsweisend für den Konsens in dieser Sache gewesen. Das hob auch Kreispräsident Burkhard E. Tiemann hervor. Er freue sich besonders, dass die Beschlüsse zur Drostei in der Politik einstimmig gefasst worden seien.

erschienen am 19. Februar 2009
Redakteur Manfred Augener