Berufsschulen bald Bildungszentren?
Hamburger Abendblatt - Pinneberger Zeitung
Pinneberg/Elmshorn -
Im Kreis bahnt sich eine weitere Veränderung der Schullandschaft an. Diesmal betrifft es die beiden Kreisberufsschulen in Elmshorn und Pinneberg, die in sogenannte Regionale Bildungszentren (RBZ) umgewandelt werden sollen. Hauptgrund: Die Schulen sollen schneller auf die wachsenden Anforderungen der Wirtschaft reagieren können.
Der Kreis als Träger und die Schulleiter haben dem Kreisschulausschuss vorgeschlagen, vom 1. Januar 2010 an beiden Schulen eine Entstehungsphase von einem Jahr zuzugestehen, am 1. Januar 2011 könnten sie endgültig in RBZ umgewandelt werden.
Die Zentren würden als rechtsfähige Anstalten öffentlichen Rechts firmieren, vergleichbar etwa der Agentur für Arbeit. Die neue Rechtsform bietet eine größere Eigenständigkeit. So können beispielsweise selbst Kredite aufgenommen und zusätzliche Gelder durch die Vermietung von Räumlichkeiten erwirtschaftet werden. Zudem ist es möglich, dass Lehrer als Dozenten an anderen Bildungsträgern arbeiten. Das Thema RBZ steht heute Abend auf der Tagesordnung der Ausschusses, die CDU signalisierte Zustimmung zur Umwandlung, "zumal uns die Probephase von einem Jahr genug Zeit lässt", so Ausschussvorsitzende Kerstin Seyfert (CDU). Ob sich konkrete Einsparungen für den Kreis ergeben, sei noch nicht abzusehen. Zumindest gebe es Zuschüsse vom Land, so Seyfert, und eventuell könne auch der Aufwand in der Verwaltung reduziert werden.
man
erschienen am 8. Januar 2009 in der Pinneberger Zeitung - Hamburger Abendblatt