Budgetvertrag soll Drostei sichern

Uetersener Nachrichten 02.12.2008

CDU und FDP wollen den Kulturhaushalt neu regeln. Der Fortbestand der Drostei ist für die kommenden fünf Jahre gesichert. CDU und FDP wollen mit der Stiftung Landdrostei einen Budgetvertrag schließen, der dem Kulturzentrum einen jährlichen Zuschuss von 151000 Euro sichert.

Pinneberg. Die Debatten um die Finanzierung der Kulturarbeit im Kreis finden wahrscheinlich in der kommenden Kreistagssitzung am 10. Dezember ihren vorläufigen Abschluss. Denn nachdem bereits die Förderung von kulturellen Vereinen und Verbänden geregelt wurde, ist jetzt auch die Finanzierung der Drostei so gut wie in in trockenen Tüchern.
In einem Budgetvertrag mit der Stiftung Landdrostei wollen CDU und FDP der Drostei in den kommenden fünf Jahren einen jährlichen Zuschuss von 151000 Euro garantieren. Von dem Geld kommen 130000 Euro der Arbeit in der Drostei direkt zugute. Mit den restlichen 21000 Euro sollen gemeinsame Veranstaltungen der Drostei mit dem Museum Langes Tannen in Uetersen, dem Elmshorner Torhaus und dem Barlach-Museum in Wedel bezahlt werden. Die drei Einrichtungen wurden gemeinsam mit der Drostei von der Politik zu sogenannten „Leuchttürmen“ der Kulturarbeit erklärt.
Außer auf die 151000 Euro kann die Drostei auch noch auf 40000 Euro Pachteinnahmen zurückgreifen, die früher in den allgemeinen Kreishaushalt flossen. Auch die Betriebskosten für das Gebäude in Höhe von 30000 Euro werden künftig vom Kreis Pinneberg übernommen. Unter dem Strich fördert der Kreis sein Kulturzentrum mit 221000 Euro.
Sollte der Kulturausschuss in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag und der Kreistag in der nächsten Woche dem Konzept von CDU und FDP zustimmen, dann werden ab 2009 etwa 370000 Euro im Jahr für die Kulturarbeit im Kreis Pinneberg zur Verfügung stehen.
Da CDU und FDP die Mehrheit haben, gilt die Zustimmung im Kreistag als sicher. Die beiden kulturpolitischen Sprecher von Christdemokraten und Liberalen, Kerstin Seyfert und Gunnar Werner, würden sich freuen, wenn ihr Konzept eine breite Zustimmung erfährt.

Von Sebastian Kimstädt, Uetersener Nachrichten 02.12.2008