CDU: Kennt die Ministerin ihr Schulgesetz nicht?
Pinneberg - "Kennt die Ministerin ihr eigenes Schulgesetz nicht?", fragt die schulpolitische Sprecherin der CDU-Kreistagsfraktion, Kerstin Seyfert. Sie bezieht sich mit dieser Frage auf eine Entscheidung der Landesregierung. In Elmshorn sind kürzlich zwei zusätzliche Gemeinschaftsschulen genehmigt worden, sodass Elmshorn und Umgebung über keine Regionalschule, sondern zukünftig über drei Gemeinschaftsschulen verfügen wird.
"Die Entscheidung ist eindeutig gegen die Empfehlung des Kreises Pinneberg getroffen worden", so Seyfert. Auch der Schulrat Georg Hölk habe darauf hingewiesen, dass von der Stadtvertretung Elmshorn nicht gesetzeskonform entschieden worden sei. Der alte Stadtvertretungsbeschluss, der noch Regionalschulen vorgesehen habe, sei nach der Wahl, mit rot-grüner Mehrheit einfach gekippt worden.
Für den Kreis Pinneberg bedeutet dies, so die Christdemokratin, dass es in zwei von fünf Regionen des Kreises keine Regionalschule gebe. Betroffen seien die Region Barmstedt und in die Region Elmshorn. Für Elmshorn befinden sich die nächsten erreichbaren Regionalschulen in Uetersen oder Moorrege. "Die zukünftigen Fünftklässler müssen so unzumutbar weite Schulwege auf sich nehmen, um eine Regionalschule besuchen zu können", monierte Seyfert.
mg
erschienen am 11. Februar 2009 Hamburger Abendblatt - Pinneberger Zeitung