Endlich Planungssicherheit



Endlich Planungssicherheit für Alzheimer-Gesellschaft

Beratungsstelle für Pflege und Demenz soll Pflegestützpunkt werden

Ursprünglich hatte der Gesetzgeber für die Pflegereform Mitte 2008, dann Anfang 2009 angepeilt. Pflegestützpunkte sollten im ganzen Land eingerichtet werden, um eine fachgerechte Beratung für Pflegebedürftige und deren Angehörige zu gewährleisten. Die Verhandlungen mit den Pflegekassen seien allerdings zäh und zögen sich hin, erklärt die Kreistagsabgeordnete Martina Kaddatz (CDU). Sowohl Fragen der Finanzierung, der Einrichtung und der inhaltlichen Ausgestaltung seien lange Zeit ungeklärt gewesen. Der Kreis Pinneberg habe bislang die trägerunabhängige Beratungsstelle für Pflege und Demenz der Alzheimer-Gesellschaft unterstützt. Auch vom Land sei die hervorragende Arbeit mit Fördermitteln bisher gewürdigt worden. Für die Christdemokraten liege es nahe, dass diese Beratungsstelle auch als Pflegestützpunkt nach dem neuen Gesetz anerkannt werden müsse, so Lutz Degener, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.
Um den Fortbestand der Beratungsstelle nicht zu gefährden, hätten CDU und FDP schon im September 2008 im Sozialausschuss des Kreises erfolgreich beantragt, zur Überbrückung in 2009 eine vorläufige Finanzierung der Beratungsstelle sicherzustellen, bis sich die Kostenträger auf Landesebene geeinigt hätten. Endlich, mit über einem Jahr Verspätung, sei das nun der Fall. Das Land, die Pflegekassen und der Kreis Pinneberg werden sich die Kosten zu je einem Drittel teilen. Nun sei nur noch ein Vertrag mit der Beratungsstelle, dem neuen anerkannten Pflegestützpunkt erforderlich. Auch die Aufgaben und Ziele der Stützpunktarbeit müssten jetzt noch in diesem Vertrag geregelt werden.
Das Engagement habe sich gelohnt, lobt Degener die Kooperation mit FDP und dem Fachdienst Soziales in der Pinneberger Kreisverwaltung. Am Donnerstag wurden die Verträge noch einmal im zuständigen Fachausschuss beraten, am kommenden Mittwoch werde der Kreistag endgültig beschließen. Kaddatz und Degener gehen davon aus, dass auch die anderen Fraktionen zustimmen werden. Auch künftig müssten die Kreis Pinneberger im neuen Pflegestützpunkt schnell, zielgerichtet, individuell und bedarfsorientiert beraten werden und Unterstützung in allen Fragen rund um die Pflege erhalten können.

05.11.2009
Kai Feuerschütz
Kreistagsabgeordneter im Pinneberger Kreistag
Pressesprecher der CDU Kreistagsfraktion