Leserbrief zur Lebensmittelkontrolle

Ein Leserbrief, der nie gedruckt wurde..

Sehr geehrte Damen und Herren,
in der EN vom Sonnabend, 07.02.09, berichten Sie auf Seite 2 unter der Überschrift "Politiker fordern mehr Lebensmittelkontrolle", daß der Kreistag beschlossen hat, die Veterinär- und Lebensmittelaufsicht der Kreisverwaltung lediglich um eine Personalstelle aufzustocken. Diese Aussage ist falsch!!! Richtig muß es heißen, die Kreistagsmehrheit von CDU und FDP hat die Aufstockung um drei Stellen, nämlich zwei Stellen Lebensmittelkontrolleure und eine Stelle Veterinär beschlossen. Lediglich die Stelle aus der allgemeinen Verwaltung soll durch Aufgabenverdichtung aus dem Bestand der vorhandenen mehreren hundert Verwaltungsmitarbeiter der Kreisverwaltung geschaffen werden. Verwaltungsmitarbeiter haben im Gegensatz zu den drei vorher bewilligten Stellen eine allgemeine Ausbildung und können in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden. Damit ist auch im Rahmen von Stellenbewilligungen den knappen Mitteln des Kreises Rechnung getragen worden.
Völlig unverständlich und nicht berechtigt ist die überzogene Reaktion aus der Opposition. Dreiviertel der geforderten Stellenzahl werden eingerichtet, und im Kreis Pinneberg geht die Welt unter. Welcher Haushaltsbereich hat schon eine solche Abdeckung!
Mit freundlichen Grüßen
Hans Andresen
Sprecher für Umwelt, Sicherheit und Ordnung
CDU-Fraktion im Kreistag Pinneberg

Der Zeitungsartikel erschien am 7. Februar 2009 in den Elmshorner Nachrichten:

Politiker fordern mehr Lebensmittelkontrolle
Pinneberg (buf). Droht dem Kreis Pinneberg ein Lebensmittelskandal? Diese Befürchtung hegten jedenfalls Kreispolitiker von SPD, Grünen und Die Linke nach der Entscheidung des Kreistages, die Veterinär- und Lebensmittelaufsicht der Kreisverwaltung lediglich um eine Personalstelle aufzustocken.
Grüne und Linke hatten gefordert, diesen Bereich um vier Mitarbeiter zu vergrößern, wie dies die Kreisverwaltung gewünscht hätte. "Das ist der Knackpunkt des gesamten Haushaltes", kritisierte Grünen-Abgeordnete Valerie Wilms. "Eigentlich sind sogar acht zusätzliche Stellen notwendig, um die vielen Überstunden aufzufangen. Es gibt Kontroll-Lücken." Das Argument der CDU, ein zusätzlicher Veterinär reiche und die Verwaltungsarbeit könne die vorhandene Kreisverwaltung auffangen, überzeuge sie nicht, sagte Valerie Wilms und zog den Vergleich: "Das wäre so, als wenn die Polizei den Täter fasst, aber auf Staatsanwaltschaft und Anklage verzichtet wird."
SPD-Abgeordnete Anna-Ilse Wehner ergänzte: "Es gibt keine Verwaltungskraft, die das machen kann. Was passiert, wenn hier ein Lebensmittelskandal in der Gastronomie oder eine Tierseuche auftritt? Das wäre eine ganz schlechte Werbung für den Tourismus im Kreis Pinneberg."