Gemeinden wollen keine weiteren Windkraftanlagen

CDU und FDP sehen keinen Grund darin eine Befragung zum Windkraftkonzept doppelt durchzuführen

Ein Verfahren zur Prüfung weiterer Nutzungsflächen für Windkraftanlagen hatte der Kreis Pinneberg Anfang des Jahres in Gang gesetzt. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurden die Kommunen eingebunden und über den Fortgang des Verfahrens bei mehreren Infoterminen ständig auf dem Laufenden gehalten. Die besonders geeigneten Flächen wurden von der Kreisverwaltung gesondert aktiv betreut, das Verfahren in den entsprechenden kommunalen Ausschüssen vorgestellt. Die meisten Städte und Gemeinden standen der Ausweisung von Potentialflächen, die zur Nutzung für Windkraftanlagen geeignet gewesen wären, ablehnend gegenüber. Etliche gaben einfach keine Rückmeldung. Lediglich zwei Gemeinden wünschten eine Ausweisung.
„Dass Herrn Zeuschner von der SPD dieses Verfahren und seine Ergebnisse verborgen geblieben sind, ist nicht nachvollziehbar“, so CDU Pressesprecher Kai Feuerschütz. Er sehe keinen Anlass das gesamte Anhörungsverfahren zu wiederholen, weil Herrn Zeuschner und der SPD das Ergebnis nicht zusage. Der überwiegende Teil der Kreisgemeinden wolle eben keine weiteren Windkraftanlagen. Das sei das Ergebnis der Befragung und deshalb werde eine erneute Befragung der Gemeinden abgelehnt.
Für CDU und FDP sei der Wille der Städte und Gemeinden entscheidend. Der Vorwurf man stelle sich gegen alternative Energien wie die Windkraft stellen, sei absurd, so Feuerschütz. Vielmehr unterstützen beide Fraktionen neben anderen Projekten auch das durch den Kreis Pinneberg in Zusammenarbeit mit der Stadt Hamburg ins Leben gerufene Projekt zur Prüfung von Dachflächen für die mögliche Nutzung durch Photovoltaikanlagen (Solartechnik).


Kai Feuerschütz 20.10.2009
Pressesprecher der CDU-Kreistagsfraktion
Kreistagsabgeordneter im Pinneberger Kreistag


Foto Herrmann: Windkraftanlage bei Uetersen