Gigaliner
Kreis‐CDU unterstützt den Feldversuch Lang‐LKW
Die CDU-Kreistagsfraktion ist der Meinung, dass man „das Pferd nicht von hinten aufzäumen“ sollte. Der Feldversuch müsse zuerst durchgeführt und ausgewertet werden, bevor man ihn kritisieren könne.
Entgegen der Meinung der Landtagsfraktionen von SPD, Bündnis90/Grüne, Die Linke und SSD besteht für die CDU‐Kreistagsfraktion kaum ein Risiko, dass der Feldversuch der Lang‐LKW zwangsläufig zu einer Verkehrsverlagerung von der Schiene auf die Straße führen wird.
„Durch die derzeitige Auslastung der Kapazitäten für Güterverkehr bei der Bahn ist eine Steigerung nicht möglich“, so Kai Feuerschütz, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU‐Kreistagsfraktion. „Es wird bis 2025 eine Zunahme des Güterverkehrs um 70% im Vergleich zu 2004 prognostiziert.“
So werde durch möglichen Einsatz von Lang‐LKW kein Verkehr verlagert, sondern die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Standorts Deutschland, und insbesondere Schleswig‐Holsteins, lediglich sichergestellt. Außerdem sei durch die Gewichtsbeschränkung ein Einsatz von sog. Gigalinern nur für einige Güter sinnvoll. Viele dieser grundsätzlich qualifizierten Güter würden bisher nicht auf der Schiene transportiert, ergänzt der Christdemokrat Feuerschütz.
Durch das mögliche Transportvolumen im Verhältnis 3:2 (herkömmliche LKW : Gigaliner) wird die Umwelt durch den Einsatz von Gigalinern eher entlastet als zusätzlich belastet. Ebenso ist die Belastung der Straßen durch das Befahren eher geringer als höher, da das Gesamtgewicht auf mehr Achsen verteilt wird und keine Erhöhung der Achslasten oder der Gesamtgewichte geplant sei. Durch moderne Lenkachsen ist zudem ein besseres Lenkverhalten als bei vielen herkömmlichen LKW gewährleistet.
Um möglichen Verkehrs‐ oder Sicherheitsproblemen vorzubeugen, wurde der Kreis durch den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr beteiligt. Die angemeldeten Strecken im Krs Pinneberg sind bekannt und wurden Straßenverkehrsbehörde des Kreises überprüft. Kai Feuerschütz weiter: „Es handelt sich um drei Standorte, die hier im Kreis angefahren werden, und zwar ausschließlich um Baumschulbetriebe.“.
Abschließend stellt Feuerschütz klar: „Natürlich muss gewährleistet sein, dass der Kreis nach Bekanntgabe der Ergebnisse des Feldversuchs vor weiteren Entscheidungen beteiligt wird. Außerdem ist sicherzustellen, dass in Zukunft nicht nur noch Gigaliner eingesetzt werden, sondern der Einsatz auf feste Langstrecken beschränkt werden wird.“
23.09.2011
Kai Feuerschütz
Stv. Pressesprecher der CDU Kreistagsfraktion