Kinderschutz im Kreis Pinneberg
Die Fraktionsvorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion Heike Beukelmann zeigt sich betroffen von den erschütternden Vorkommnissen in einer Hamburger Pflegefamilie. Als ehemalige Pflegemutter habe sie sich vor rund zehn Jahren selbst zu wenig kontrolliert gefühlt, so Beukelmann. Bis auf eine Gehaltsbescheinigung, ein Gesundheits- bzw. ein Führungszeugnis und einen Lebenslauf sei ihr damals nichts weiter abverlangt worden. Über einen einmaligen, angekündigten Besuch im Hause der Familie hinaus sei man damals nicht weiter überprüft worden. Persönlich hätte Beukelmann sich eine strengere Kontrolle gewünscht.
Ihr sei bewusst, dass dies ein sensibler Bereich sei und auch keine der rund 190 Pflegefamilien im Kreis Pinneberg unter Generalverdacht gestellt werden dürften. Aber die Wiederholung eines solchen Falles, wie in Hamburg geschehen, müsse unter allen Umständen verhindert werden. Dazu wären z.B. auch unangekündigte Kontrollen der Pflegefamilien hilfreich, um den wirklichen Alltag beurteilen zu können, rät die CDU-Fraktionschefin.
Im Kreis Pinneberg gebe es sehr engagierte Pflegefamilien, die Kindern aus schwierigen Verhältnissen ein Aufwachsen mit guten Entwicklungschancen bieten wollten, weiß Beukelmann. Da es den ehrenamtlichen Helfern in den Familien um das Wohl der Kinder gehe, könne auch niemand etwas gegen unangekündigte Kontrollbesuche haben.
03.02.2011