Krippenplatz-Sharing

Die Gemeinden Rellingen und Klein Offenseth-Sparrieshoop wollen Eltern ermöglichen, sich einen Krippenplatz für unter Dreijährige zu teilen. Allerdings wird das Vorhaben von der Kreisverwaltung als Kindertagesstättenaufsicht abgelehnt. Ein Argument sei laut Ablehnungsbescheid, dass durch die Teilung von Krippenplätzen ein Zwei-Klassen-System entstehe. Das will die CDUKreistagsfraktion so nicht gelten lassen. Neben der vorsichtigen Eingliederung der Kinder in den Kita-Alltag sei das Krippenplatz-Sharing eine Unterstützung von Eltern, die langsam in den Berufsalltag zurückkehren wollten.
Für CDU-Fraktionschefin Heike Beukelmann ist die Ablehnung nicht nachvollziehbar: „Der Bedarf, Kinder vom Säuglingsalter bis zu drei Jahren an nur zwei oder drei Tagen in einer Kita betreuen zu lassen, ist offensichtlich“. Das Argument eines Zwei-Klassen-Systems wolle sie auch nicht gelten lassen. An vielen Kitas sei es üblich, dass Dreijährige zunächst an zwei Nachmittagen die Einrichtung besuchten.
Darum hat Beukelmann das Gespräch mit dem Landrat und der Fachdienstleitung gesucht. Die Aussage der Verwaltung, dass ein flexibel betreutes "2-Tage-Kind auf eine problematische innere Haltung der Erzieherin“ treffen könnte, bringt die Fraktionsvorsitzende „auf Zinne“. Tagesmütter böten schon heute die Möglichkeit, Kinder an nur zwei oder drei Tagen zu betreuen. Auch in Niedersachsen gebe es bereits seit 2006 Krippenplatzsharing, nachdem ein 2003 gestartetes Modellprojekt erfolgreich gewesen sei.
Dies Modell kann Beukelmann sich auch gut für den Kreis Pinneberg vorstellen. Aufgrund ihrer Initiative werde derzeit von der Kreisverwaltung eine Vorlage mit dem Ziel erarbeitet, in den Gemeinden Rellingen und Sparrieshoop ein Pilotprojekt für das Krippenplatzsharing auf den Weg zu bringen. Anschließend solle die Politik über die Vorlage entscheiden. Wegen der desolaten Haushaltslage des Kreises müsse noch eine Kostenprüfung durchgeführt werden. Zusätzliche Investitionskosten seien laut Beukelmann aber nicht zu erwarten. Vielmehr könnten sogar noch zusätzliche
Kinder aufgenommen werden, erwartet die CDU- Fraktionsvorsitzende.

17.01.2011
Anja Gergeleit
Pressesprecherin der CDU-Kreistagsfraktion Pinneberg